Wiedersehen mit der Peloponnes

Von Kreta aus setzten wir mit der Fähre wieder auf die Peloponnes über und unternahmen noch ein paar Dinge, die wir in unserer früheren Etappe auf der Halbinsel ausgelassen hatten.

Leonidio und das Kloster Elonis

Von dem Städtchen Leonidio hatten wir schon auf mehreren anderen Reise-Blogs gelesen. Es lag mehr oder weniger auf unserem Weg von Gythio, wo wir mit der Fähre von Kreta ankamen, nach Nafplio, wo wir als nächstes hinwollten. Also beschlossen wir den kleinen Umweg zu machen und uns das Städtchen und seine Umgebung anzuschauen.

Wir stellten uns mit Hannelore an den Strand von Livadi etwas nördlich von Leonidio und unternahmen am darauffolgenden Tag eine Radtour. Unser Ziel war das Kloster Elonis in der Schlucht hinter Leonidio. Wir fuhren zuerst entlang der kurvenreichen Küstenstraße und freuten uns über das gute Wetter und die schöne Aussicht.

Durch Leonidio durch ging es dann hinein in die Schlucht. Es ging auf einer Landstraße konstant bergauf zwischen den noch weit entfernten Felswänden.

Das Kloster Elonis liegt spektakulär am Hang. Die Strapazen mit dem Fahrrad dort hoch zu fahren haben sich aber voll gelohnt: das Kloster ist sehr gepflegt und hat eine schöne Kapelle, und man hat natürlich auch eine gute Aussicht von da oben.

Die Gegend um Leonidio hat uns ausgesprochen gut gefallen. Es war so richtig schön da. Berge, Meer und reizvolle Küstenstraßen. Es gibt viele Wanderwege und Möglichkeiten zum Fahrradfahren. Die Region können wir wirklich für einen Urlaubstrip empfehlen.

Am Strand von Livadi

Es war schönes Wetter, die Sonne lachte und die Temperaturen schon fast sommerlich. So entschieden wir uns einen ganzen Tag am Strand von Livadi zu verbringen und abzuchillen.

Wir lasen viel in verschiedenen Reiseführern, denn wir planten schon unsere nächste Etappe durch den Südbalkan.

Wir spannten die Hängematte am Strand auf. Britta chillte in ihr ab und las zufrieden ihr Buch.

Ins Wasser trauten wir uns natürlich auch. So früh im Jahr war es aber noch sehr frisch und so schwimmte nur Britta für längere Zeit darin – Alex sprang dagegen nach ein paar Sekunden schnell wieder raus.

Wir hatten auch Zeit ein Spiel zu spielen. Dieses hatte Alex aus Deutschland mitgebracht und es gefällt uns sehr gut.

Wir ließen uns aber nicht nur die Sonne auf den Bauch scheinen, sondern machten auch ein paar nützliche Dinge. Da es an dem Strand funktionierende Duschen gab, nutzten wir diesen Wassersegen schamlos aus und wuschen eine große Ladung Wäsche durch.

Außerdem werkelten wir etwas an der Hannelore rum. Die Wasserpumpe meldete sich wieder mit ihrem Wackelkontakt und wollte bekümmert werden, und den Staub- und Pollenfilter wechselten wir aus (den hatte Alex von Deutschland aus mitgebracht).

Nafplio

Nafplio ist ein schmuckes, kleines Städtchen, idyllisch gelegen an einer Bucht. Wir schlenderten bei bestem Wetter durch die alten Gässchen und genossen die Sonne an der Hafenpromenade. Mehrere Jahrhunderte lang war die Hafenstadt unter Venezianischer Herrschaft und wir fühlten uns bei unserem Stadtbummel auch eher wie in Italien als in Griechenland.

Die Altstadt von Nafplio liegt auf einer Halbinsel unterhalb des Burgberges Akronauplia. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die drei Festungen der Stadt: Die Festung Akronauplia befindet sich auf dem Burgberg oberhalb der Altstadt; die von den Venezianern 1711–1714 erbaute Festung Palamidi bekrönt eine 216 m hohe Anhöhe östlich der Altstadt und ist nach dem antiken Sagenhelden Palamedes benannt; die Festung Bourtzi liegt auf einer kleinen Insel vor der Hafeneinfahrt und wird im Volksmund auch „Henkersinsel“ genannt, da sie ehemals Wohnstätte des Henkers und Gefängnis der Delinquenten war.

Wir erklommen die 999 Stufen der Palamidi-Festung und hatten von da eine wundervolle Aussicht auf die Stadt, die Bucht sowie die umliegenden Hügel und Berge.

Epidauros

Epidauros ist eine der meist besuchten antiken Stätten Griechenlands. Das eindrucksvolle Theater thront an einem Hang mit imposantem Blick auf das darunter liegende Tal.

Leider war uns ein Besuch dieser Stätte verwehrt, denn auf Grund der Corona-Krise waren alle antiken Stätten in Griechenland geschlossen. Wir fuhren aber trotzdem hin und kraxelten solange durch den dahinter liegenden Olivenhain bis wir durchs Gebüsch einen Blick erhaschen konnten. Wir setzten uns auf die Wiese, ließen den Eindruck auf uns wirken und sinnierten über die ungewisse Zukunft.

Am darauffolgenden Tag unternahmen wir wieder eine Radtour. Die Sonne brütete und verpasste uns sogar auf unseren Armen einen Sonnenbrand.

Zuerst ging es mit den Fahrrädern die ganze Zeit bergab zur Küste, wo wir beim „kleinen Epidauros“ ankamen.

Nicht unweit dieses Theaters legten wir uns dann an den Strand und machten dort eine Mittagsrast.

Es war gut, dass wir am Strand noch Energie getankt hatten, denn ab dort ging es in Serpentinen steil bergauf. Der Anstieg lohnte sich aber sehr, denn die Aussicht von oben war fabelhaft.

Nach der Strapaze der vielen Serpentinen setzten wir uns auf der anderen Bergseite auf eine Wiese und aßen unsere geschmierten Brote. Das Nutellabrot reichte uns aber anscheinend nicht als Nachtisch und so beglückten wir uns am Ende noch mit je einem Eis.

Übernachtungsplätze

Drei Nächte lang standen wir an dem kleinen Strand von Livadi, welches nördlich von Leonidio liegt.

Die letzte Nacht unserer Reise, bevor wir sie dann wegen der Corona-Krise unterbrochen haben, verbrachten wir bei einem Kloster nahe Lygourio – einem kleinen Städtchen in der Nähe von Epidauros.

Übersichtskarte

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