Monemvasia – ein Urlaubstag, wie er im Buche steht

Unser Besuch von Monemvasia fühlte sich wirklich wie Urlaub an. Über Nacht standen wir am Strand und es war richtig warm. Wir konnten die Schlafsäcke wegpacken, unsere kurzen Schlafklamotten raussuchen und sogar die Socken ausziehen.

Da wir nur 10 km von Monemvasia entfernt standen, schwangen wir uns vormittags auf unsere Fahrräder und radelten los. Dabei kamen wir, wie so oft auf der Peloponnes, an sehr vielen Olivenhainen vorbei. Die Olivenernte war im vollen Gange. Überall sah man fleißige Arbeiter und Familienmitglieder Oliven ernten beziehungsweise in Säcken auf ihren Pick-ups wegfahren.
Als wir stehen blieben, um einer Gruppe von Männern beim Ernten zuzusehen, luden sie uns auf einen „Café Frappe“, bestehend aus viel Zucker und aufgeschäumten Nescafé, ein. So gesellten wir uns zu ihnen, mussten aber feststellen, dass wir keine gemeinsame Sprache konnten. Immerhin kriegten wir heraus, dass sie aus Albanien kamen und mit Händen und Füßen erklärten sie uns die Olivenernte.

Alex war auch sehr interessiert an den Erntegeräten, denn sie sahen aus wie riesige, elektrifizierte Wischmöppe. So kam eins zum anderen und wir standen eine Minute später an den Olivenbäumen und die Oliven flogen uns nur so um die Ohren.

Der Tag hatte also schon mal sehr abwechslungsreich und unterhaltsam begonnen und so radelten wir fröhlich weiter.

Monemvasia ist auf einen massiven Felsklotz gebaut und nur durch einen schmalen Damm mit dem Festland verbunden.

Das autofrei Städtchen mit seinen verwinkelten und holprigen Gassen hat noch viel von seinem mittelalterlichen Flair behalten.

Aufgrund seiner strategisch günstigen Lage am wichtigen Seeweg von Italien nach Konstantinopel, erlangte Monemvasia wirtschaftliche und militärische Bedeutung. Viele Jahrhunderte diente es als Stützpunkt für Venezianer und Osmanen.

Auf dem 200 m hohen und 1,7 km langen Plateau oberhalb des Städtchen liegen die Ruinen der ehemaligen Festungsanlage, den Zisternen und einer großen byzantinischen Kirche. Als wir dort oben standen, konnten wir gut nachvollziehen, wie schwer es gewesen sein musste die Stadt zu erobern.

Am Ende kehrten wir noch in einer malerischen Taverne ein, wo wir griechische Hausmannskost probierten. Das Moussaka und die mit Halloumi gefüllten Paprikaschoten schmeckten uns besonders gut.

Übernachtungsplatz

Zwei Nächte standen wir etwas nördlich von Monemvasia an einem wunderschönen Strand. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter, denn wir hatten uns eigentlich wegen der Wettervorhersage schon auf Regen eingestellt. Wie ihr auf dem Foto seht standen wir bei weitem nicht allein. Hannelore hatte viele andere, vor allem französische, freundliche Vans und Wohnwägen zur Gesellschaft.

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